Samstag, 9. März 2019
Ungelenke Romantik
Wir stiegen gerade in ihr Auto um uns auf den Rückweg nach Hause zu machen. Da fragte sie direkt: “Hast Du Kondome dabei?” Kurzer Blick ins Portemonnaie: ja, hatte ich. Und so fuhr sie in eine dunkle Nebenstraße, auf einen Versorgungsweg, schließlich in eine Bucht am Wegesrand. Sex im Auto, das hatte ich noch nie. Und das merkte sie bald. Nach einigen wilden Küssen schlug sie vor, auf die Rückbank umzuziehen. Es erinnerte mich an Umzüge anderer Art. Alle Taschen und Rucksäcke mussten von der Rückbank nach vorn, wo wir ja bereits saßen, wir schließlich hinter auf die Rückbank. Viel quetschen, viel klettern. Wir lachten herzlich.
Das Kindermädchen wusste, was zu tun ist, Zog sich sofort aus und kniete sich, präsentierte ihren Hintern, den ich so vergöttere, bereit, ohne Umschweife gefickt zu werden. Ich hingegen: verdrehte meinen Körper in aller Umständlichkeit, um meine Kleidung loszuwerden, wollte mich rankuscheln, wusste aber nicht so recht wie, legte sie schließlich auf den Rücken auf der Bank. Vorsicht, harte Türverkleidung! Der Gurtverschluss drückt im Rücken! Ich wollte mein ungelenkes Verhalten überspielen, leckte sie engagiert, das ist genau ihr Ding.
Und während sie aufstöhnte, grübelte ich darüber nach, wo ich denn jetzt mein Portemonnaie hingelegt hatte. Alles Nachdenken half nichts. Ich ging irgendwann auf die Suche in diesem umgeräumten Auto, unter Taschen, Rucksäcken, Hosen, Schuhen, Pullovern. Immer wieder unterbrach ich meine Suche, streichelte, küsste, leckte sie. Versuchte sie zu unterhalten, während mein Nervenkostüm immer dünner wurde. Ich konnte dieses scheiß Portemonnaie mit Kondom nicht finden!
Letztlich tauchte es doch auf, nach viel zu lange Zeit. Meine Erregung war eigentlich schon gewichen. Aber ich bin ein Keeper. Anheizende Worte, Lippen, Finger und ich war wieder bereit. Ihr Stöhnen war extatisch, die Scheiben beschlugen wie in dieser einen Szene bei Titanic. Es war gleichzeitig unbequem und romantisch. Und es ging schnell bei mir vorbei.
Während es im Auto immer kühler würde, lagen wir nackt und eng umschlungen aufeinander, wärmten uns gegenseitig, wollten uns nicht loslassen. Es dauerte lange, bis die Vernunft über das Gefühl siegte, wir uns anzogen und nach Hause fuhren.
Mittwoch, 6. März 2019
Vorbereitung auf die Orgie
Das Kindermädchen hat mich eingeladen, zu einem Hoteldate. Mit einer Freundin, noch einer Freundin und sechs weiteren Männern. Sie hat eine Orgie organisiert und darauf gachtet, dass immer genug Männer um sie sein werden.
Ich musste erstmal ein paar Tage in mich gehen. Ihre Geradlinigkeit, sich zu nehmen, was sie sich wünscht, macht man wahnsinnig an. Und bei diesem Setting geht das Kopfkino praktisch automatisch an. Und zwar in allen Genres. Einen Soundtrack für die Gedanken an diesen Abend habe ich auch.
Aber meine Erfahrungen mit Männern haben mich auch aus allen naiven Träumen herausgeholt. Das Prollige, die mangelnde Sensibilität, die oft unharmonischen Körperformen und der fiese Geruch, das schreckt mich alles ab.
Letztlich bin ich ihr dennoch dankbar, dass sie mich gefragt hat. Dass sie mich fordert, aus der Komfortzone ins Abenteuer hineinzieht. Also werde ich in dem Hotel auftauchen. Doch so sehr ich versuche, meine Erwartungen an diesen Abend gering zu halten, so sehr möchte ich dazu beitragen, dass sie - und natürlich auch ich - eine unvergessliche Nacht verbringen. Gar nicht so leicht. Ich spüre, wie ich altere, wie die Ausdauer sinkt, wie die Erregbarkeit nachlässt. Dazu eine Umgebung voll mit Unbekannten, denen ich deshalb mit einer Fassade begegnen werde, was mich unentspannt macht. Die Furcht vor einer Enttäuschung von mir selbst ist jetzt schon groß.
Ich arbeite deshalb jetzt schon gezielt auf den Termin hin. Porno-Verbot, eingeschränkte Selbstliebe und ich lese mich zum Thema Injakulation ein. Bleibt die Frage, wie ich die Erwartungen an mich selbst reguliere.
Ich musste erstmal ein paar Tage in mich gehen. Ihre Geradlinigkeit, sich zu nehmen, was sie sich wünscht, macht man wahnsinnig an. Und bei diesem Setting geht das Kopfkino praktisch automatisch an. Und zwar in allen Genres. Einen Soundtrack für die Gedanken an diesen Abend habe ich auch.
Aber meine Erfahrungen mit Männern haben mich auch aus allen naiven Träumen herausgeholt. Das Prollige, die mangelnde Sensibilität, die oft unharmonischen Körperformen und der fiese Geruch, das schreckt mich alles ab.
Letztlich bin ich ihr dennoch dankbar, dass sie mich gefragt hat. Dass sie mich fordert, aus der Komfortzone ins Abenteuer hineinzieht. Also werde ich in dem Hotel auftauchen. Doch so sehr ich versuche, meine Erwartungen an diesen Abend gering zu halten, so sehr möchte ich dazu beitragen, dass sie - und natürlich auch ich - eine unvergessliche Nacht verbringen. Gar nicht so leicht. Ich spüre, wie ich altere, wie die Ausdauer sinkt, wie die Erregbarkeit nachlässt. Dazu eine Umgebung voll mit Unbekannten, denen ich deshalb mit einer Fassade begegnen werde, was mich unentspannt macht. Die Furcht vor einer Enttäuschung von mir selbst ist jetzt schon groß.
Ich arbeite deshalb jetzt schon gezielt auf den Termin hin. Porno-Verbot, eingeschränkte Selbstliebe und ich lese mich zum Thema Injakulation ein. Bleibt die Frage, wie ich die Erwartungen an mich selbst reguliere.
Donnerstag, 28. Februar 2019
Proud to share
Das Kindermädchen bedeutet mir immer mehr. Aber sie ist nicht die einzige, die mich durch den Neuanfang begleitet. Eine alte Bekannte steht mit zur Seite, im Leben und im Bett. Beide kennen sich auch noch. Das Konfliktpotential könnte nicht größer sein. Ich habe mich überwunden, und dem Kindermädchen angekündigt, wer mich demnächst besucht und wie dieser Abend enden könnte. Ihre Antwort:
Ich weiß es echt zu schätzen, dass du mich deshalb fragst und offen bist. Wenn du dich mit ihr triffst, freue ich mich darüber. Und das sage ich nicht einfach so. Ihr beide seid Personen, die ich sehr mag und denen ich vertraue. Mach dir also gar keine Gedanken deshalb. 💋 Ich wünsche euch einen schönen Abend, egal was passiert.Und damit habe ich mich in sie verliebt.
Dienstag, 19. Februar 2019
Gestensteuerung
Geneigte Leser, ich bin verknallt! Señorita Pusteblume sagt zwar immer, das solle man nicht so ernst nehmen, ich sei ständig in irgendjemanden verknallt. Aber es ist doch besonders.
Die neue Liebschaft ist ein Kindermädchen, und wenn die Eltern wüssten, was sie so in ihrer Freizeit treibt, würden sie sich vielleicht nochmal überlegen, ob sie ihr ihre Kinder anvertrauen. Man muss ihr ihren Spaß gönnen können (das tue ich, schon seit jeher), und sie gönnt mir meinen Spaß. Andererseits ist das ein Charakterzug, der auch der Zukunft unserer Gesellschaft ganz gut tun würde.
Unsere erste gemeinsame Nacht verlangte nach einer Fortsetzung. Und es war schön, wie wir aus verschiedenen Richtungen kommend unsere Gemeinsamkeiten fanden. Sie mag es gern hart, ich gefühlig, und so bekam sie zärtliches lecken mit heftigen Orgasmen.
In solchen Momente kommt bei mir das Spielkind durch. Also habe ich es wiederholt. Und wiederholt. Überraschung! Es funktioniert auch ein viertes Mal. Und so weiter und so fort.
Wenn sie mir dann sagt, dass ich verrückt bin, dann fühle ich mich geliebt.
Die neue Liebschaft ist ein Kindermädchen, und wenn die Eltern wüssten, was sie so in ihrer Freizeit treibt, würden sie sich vielleicht nochmal überlegen, ob sie ihr ihre Kinder anvertrauen. Man muss ihr ihren Spaß gönnen können (das tue ich, schon seit jeher), und sie gönnt mir meinen Spaß. Andererseits ist das ein Charakterzug, der auch der Zukunft unserer Gesellschaft ganz gut tun würde.
Unsere erste gemeinsame Nacht verlangte nach einer Fortsetzung. Und es war schön, wie wir aus verschiedenen Richtungen kommend unsere Gemeinsamkeiten fanden. Sie mag es gern hart, ich gefühlig, und so bekam sie zärtliches lecken mit heftigen Orgasmen.
Kurze Lerneinheit für die jungen Leser: Wenn Ihr eine Frau fingert oder leckt, achtet präzise darauf, was sie macht, wie sie guckt, wie sie atmet, wie sich ihre Fingerspitzen, ihr Becken, ihre Oberschenkel bewegen. Beobachtet alles und macht Euch einen Reim darauf, ob ihr genauso (bei Druckpunkt, Rhythmus und Intensität) weitermacht oder variiert. Beides ist gut. Ihr müsst nur erkennen, wann ihr was macht. Genau zu beobachten ist entscheidend, wenn ihr nachher hören wollt, dass das "einfach der Wahnsinn" war.Ich habe im Spiel eine Gestenkombination gefunden, die sie abgeschossen hat. Im Zustand guter Erregung habe ich mit der klassischen Bewegung für squirten begonnen. Mit den Fingern macht man da eigentlich keine Kunststücke, die Kraft kommt aus dem Unterarm. Aber am Ende, als sich ihre Muskulatur schon anspannte, da habe ich diese Bewegung eingestellt und Mittel- und Ringfinger einmal von innen gegen ihr Schambein, ihren G-Punkt gedrückt. Und es machte Peng!
In solchen Momente kommt bei mir das Spielkind durch. Also habe ich es wiederholt. Und wiederholt. Überraschung! Es funktioniert auch ein viertes Mal. Und so weiter und so fort.
Wenn sie mir dann sagt, dass ich verrückt bin, dann fühle ich mich geliebt.
Montag, 18. Februar 2019
Beseelt
Aber ich habe auch Glück. Bei Frauen, die meine Liebe annehmen, mich
durch diese Phase des Neuanfangs begleiten, mir Nähe schenken, die mich
genießen und die ich genießen kann. Von Zeit zu Zeit.
Eine von Ihnen trat mitten in der Zeit des Umbruchs in mein Leben. Wir wussten schon nach kurzer Zeit, wie wichtig wir uns waren. Und als uns nichts mehr hinderte, hatten wir ein klassisches Date, zogen durch die Bars, lernten uns kennen, lachten, knutschten irgendwann, voller Hingabe, voller Bedacht, ohne Achtung all der Menschen an den Nachbartischen. Und dann führte sie mich zu sich nach Hause. Und es gab keinen Sex, aber wildes Anschmiegen, Küssen, Streicheln. Und dann schliefen wir ein. Und wachten Arm in Arm auf. Ich war so beseelt! Es erinnerte mich an etwas.
Eine von Ihnen trat mitten in der Zeit des Umbruchs in mein Leben. Wir wussten schon nach kurzer Zeit, wie wichtig wir uns waren. Und als uns nichts mehr hinderte, hatten wir ein klassisches Date, zogen durch die Bars, lernten uns kennen, lachten, knutschten irgendwann, voller Hingabe, voller Bedacht, ohne Achtung all der Menschen an den Nachbartischen. Und dann führte sie mich zu sich nach Hause. Und es gab keinen Sex, aber wildes Anschmiegen, Küssen, Streicheln. Und dann schliefen wir ein. Und wachten Arm in Arm auf. Ich war so beseelt! Es erinnerte mich an etwas.
Sonntag, 17. Februar 2019
Neuanfang / Neuankunft
Geneigte Leser, es wird mal wieder Zeit zu bloggen. Ich bin wieder beim Neuanfang. Hinter mir liegen Jahre mit der Liebe meines Lebens, die mir so viel gegeben und mir so viel genommen hat, am Ende sogar sich selbst.
Und mit der ich so intensiv zusammengelebt habe, die mich so geprägt hat, wie sonst wohl nur meine Eltern. Nach Jahren maximaler Glücksgefühle und existentieller Dramen hat sich mein Wertesystem verschoben. Ich predige Liebe als Allheilmittel für...ja, für alles! Ich begegne meinen Nächsten mit Zuneigung, auch mit aller persönlicher Schwäche, und genieße, wie Sie meine Verwundbarkeit nicht ausnutzen, sondern mich in all meinen Facetten annehmen. Und wer mich angreift, den bekämpfe ich nicht. Ich gehe ihm einfach aus dem Weg, und dann ist er weg.
Das Ende meines letzten Lebensabschnitts ist auch das Ende einer Phase der Enthaltsamkeit. Und auch das wurde mehr als deutlich in den letzten Jahren: Enthaltsamkeit widerspricht meinem Naturell. So begebe ich mich auf die bekannten Pfade der Kontaktanbahnung und fühle mich plötzlich so fremd in einer Welt der Lust, der ich mich einst doch so zugehörig fühlte. Alle wollen Aufregung und Abenteuer, unkomplizierte Treffen mit Typen, die ein breites Set an Körper- und Wesensmerkmalen erfüllen sollen. Ich möchte einfach nur in Augen schauen, die mich begeistern, geschmeidige Körper im Arm halten und gemeinsam aufwachen. Ich hätte gerade gern gefühligen Blümchensex, aber mir begegnen fast nur Annoncen, die sich gern erniedrigen lassen möchten. Ich möchte den Menschen Liebe geben, aber sie wollen gehauen werden.
Ich bleibe hoffnungsfroh. Die Liebe gewinnt.
Und mit der ich so intensiv zusammengelebt habe, die mich so geprägt hat, wie sonst wohl nur meine Eltern. Nach Jahren maximaler Glücksgefühle und existentieller Dramen hat sich mein Wertesystem verschoben. Ich predige Liebe als Allheilmittel für...ja, für alles! Ich begegne meinen Nächsten mit Zuneigung, auch mit aller persönlicher Schwäche, und genieße, wie Sie meine Verwundbarkeit nicht ausnutzen, sondern mich in all meinen Facetten annehmen. Und wer mich angreift, den bekämpfe ich nicht. Ich gehe ihm einfach aus dem Weg, und dann ist er weg.
Das Ende meines letzten Lebensabschnitts ist auch das Ende einer Phase der Enthaltsamkeit. Und auch das wurde mehr als deutlich in den letzten Jahren: Enthaltsamkeit widerspricht meinem Naturell. So begebe ich mich auf die bekannten Pfade der Kontaktanbahnung und fühle mich plötzlich so fremd in einer Welt der Lust, der ich mich einst doch so zugehörig fühlte. Alle wollen Aufregung und Abenteuer, unkomplizierte Treffen mit Typen, die ein breites Set an Körper- und Wesensmerkmalen erfüllen sollen. Ich möchte einfach nur in Augen schauen, die mich begeistern, geschmeidige Körper im Arm halten und gemeinsam aufwachen. Ich hätte gerade gern gefühligen Blümchensex, aber mir begegnen fast nur Annoncen, die sich gern erniedrigen lassen möchten. Ich möchte den Menschen Liebe geben, aber sie wollen gehauen werden.
Ich bleibe hoffnungsfroh. Die Liebe gewinnt.
Freitag, 28. Juli 2017
Der Disconnect von Tantra
Geneigte Leser, die Zeiten bleiben karg, aber auch in der Wüste gedeiht einmal eine Blume. Ich fühlte mich neulich wie die Rose von Jericho, die mit einem Bisschen vom Richtigen aus der Dürre wieder aufblüht, als sei nie etwas gewesen.
Die Frohnatur ist weiter unpässlich. Doch neulich erinnerte sie sich wieder an die guten alten Zeiten, als sie voller Begeisterung von einer Tantra-Massage zurückkam. Schon damals hatte sie mir nahe gelegt, das erotische Spiel an der Grenze zur Transzendenz mitzumachen. Ich hatte stets Vorbehalte gegen jede Form sexueller Dienstleistung, nun hat sie im Gegenzug Fakten geschaffen und mich zu einem Termin angemeldet.
Am Ende des Hinterhofs führte die Treppe in den zweiten Stock des Hauses. Die Tür zum Studio öffnete sich und ich wurde sofort in ein Zimmer gelotst, mit Matratze auf dem Boden, dunklen, hohen Wänden, Orient-Deko ringsum und atmosphärischen Klängen aus dem Hintergrund. Die Chefin reichte Sekt und erklärte kurz die Regeln, bitte nichts in irgendwelche Körperöffnungen stecken. Das sei hier schließlich keine Prostitution. Danach wurden mir nacheinander drei Frauen vorgestellt. Ich entschied mich für Verona.
Dieser geordnete Vorgang, diese Professionalität, all das wirkte geschäftig und damit so gar nicht leidenschaftlich. Wie soll in einem so kontrollierten Umfeld Extase entstehen?
Da halfen auch die Small Talk Fähigkeiten von Verona nicht weiter. Nein, sie waren sogar fehl am Platz, als wir zum Auftakt unter die Dusche verschwanden. Das Wetter oder die Pläne für den Nachmittag zu besprechen, das passte nicht, als sie mir - halb anzüglich, halb pflegerisch - die Eier einseifte.
Schon irre, dass mich nicht mal der Anblick ihres nackten Körpers in Stimmung brachte. Die zierliche Gestalt mit schwarzen Haaren und mediterraner Hautfarbe war eigentlich genau mein Typ. Aber aus Höflichkeit habe ich sie nicht mal richtig angeglotzt.
Gegen die Höflichkeit griff ich zum Sekt, der auf einem runden Tischchen neben der Matratze des Zimmers stand. In einem unbeobachteten Moment habe ich das Glas weggeext.
"Leg Dich bitte auf den Bauch. Von mir aus auch mit Handtuch, aber ohne ist natürlich schöner. Und jetzt die Beine leicht auseinander. Achtung, jetzt kommt das Öl." Sehr sehr viele Anweisungen. Hätte sie eine Domina gespielt, hätte ich mir das vielleicht noch gefallen lassen. So konzentrierte ich mich statt mich hinzugeben.
Dabei war das eigentlich genau meins. Sie übergoss erst meinen, dann ihren Körper mit Öl, legte sich auf mich, glitt über meinen Rücken, "massierte" mich mit der Härte ihrer trainierten Muskelstränge. Dabei mühte sie sich um Stimmungsaufbau, atmete betont tief und betont nah an meinem Ohr.
So weit, so bemüht. Aber ich bekam nicht aus dem Kopf, dass hier jemand Erregung spielt, weil sie bezahlt wird. Das ganze Spiel um die Erotik ist für mich geprägt von Eroberung meinerseits und dem Erobertwerden meiner Partnerin. Ich habe das an anderer Stelle mal breit aufgefächert. Hier jedenfalls musste ich nichts tun, Verona strengte sich dagegen an. Wir standen damit in keiner wechselseitigen Beziehung zueinander.
Ich mühte mich deshalb um Bindungsaufbau, griff ihre Hand, wann immer Verona sich neben meinem Kopf abstützte. Sie setzte ihr Programm fort. Und ich wusste innnerlich, dass erst Teil Zwei interessant werden würde: wenn ich mich auf den Rücken legen und ihr in die Augen schauen würde.
In der Zwischenzeit suchte ich nach so etwas wie Entspannung - nicht ganz so einfach, wenn sie sich um meine Erregung bemüht, bei flüchtigen Handbewegungen unter meinen Körper an meinen Schwanz aber feststellt, dass sie nicht erfolgreich ist. Bezahlt oder nicht: ich habe den Anspruch, immer fickbereit zu sein.
Die Wende auf den Rücken brachte schließlich die Erlösung. Denn: Mein Gott, in glänzendem Öl sah dieser Körper noch eine ganze Ecke besser aus! Und sie präsentierte ihn aus allen Richtungen: flach auf mir liegend, gestreckt auf mir sitzend, mit dem Kopf zwischen den Beinen (Oberschenkelinnenseiten anpustend), mitunter rittlinks über meinem Gesicht kniend. Sie deutete jede gängige Stellung an.
Mit diesem Kopfkino hatte sie mich gekriegt.
Aber auch mit den menschlichen Zügen, die ich durch ihren Anblick entdeckte. Etwa, als sie kurz zur Erholung von mir runterkrabbelte, nachdem sie ihr Becken wohl etwas zu lange an meinem Oberschenkel geschubbert hatte (ich hab den Muskel angespannt ;) ) und fast die Kontrolle über sich verlor. Oder als sie sich entschuldigte, weil sie ins Schwitzen kam und auf mich tropfte. Als ob schwitzende Frauen weniger attraktiv wären als schwitzende Männer.
In diesen Momenten wurde sie menschlich, war sie mir sympathisch. Das hatte es gebraucht, um mich bei ihr wohlzufühlen und letztlich zwischen ihren glitschigen Fingern zu kommen.
Die Rose war erblüht. Die Lebenslust trug mich durch den Tag und es verging fast eine Woche, bis die Beschwingtheit nachließ. Lust im Auftrag bleibt weiterhin unvollständig. Aber es ist nicht wirkungslos.
Die Frohnatur ist weiter unpässlich. Doch neulich erinnerte sie sich wieder an die guten alten Zeiten, als sie voller Begeisterung von einer Tantra-Massage zurückkam. Schon damals hatte sie mir nahe gelegt, das erotische Spiel an der Grenze zur Transzendenz mitzumachen. Ich hatte stets Vorbehalte gegen jede Form sexueller Dienstleistung, nun hat sie im Gegenzug Fakten geschaffen und mich zu einem Termin angemeldet.
Am Ende des Hinterhofs führte die Treppe in den zweiten Stock des Hauses. Die Tür zum Studio öffnete sich und ich wurde sofort in ein Zimmer gelotst, mit Matratze auf dem Boden, dunklen, hohen Wänden, Orient-Deko ringsum und atmosphärischen Klängen aus dem Hintergrund. Die Chefin reichte Sekt und erklärte kurz die Regeln, bitte nichts in irgendwelche Körperöffnungen stecken. Das sei hier schließlich keine Prostitution. Danach wurden mir nacheinander drei Frauen vorgestellt. Ich entschied mich für Verona.
Dieser geordnete Vorgang, diese Professionalität, all das wirkte geschäftig und damit so gar nicht leidenschaftlich. Wie soll in einem so kontrollierten Umfeld Extase entstehen?
Da halfen auch die Small Talk Fähigkeiten von Verona nicht weiter. Nein, sie waren sogar fehl am Platz, als wir zum Auftakt unter die Dusche verschwanden. Das Wetter oder die Pläne für den Nachmittag zu besprechen, das passte nicht, als sie mir - halb anzüglich, halb pflegerisch - die Eier einseifte.
Schon irre, dass mich nicht mal der Anblick ihres nackten Körpers in Stimmung brachte. Die zierliche Gestalt mit schwarzen Haaren und mediterraner Hautfarbe war eigentlich genau mein Typ. Aber aus Höflichkeit habe ich sie nicht mal richtig angeglotzt.
Gegen die Höflichkeit griff ich zum Sekt, der auf einem runden Tischchen neben der Matratze des Zimmers stand. In einem unbeobachteten Moment habe ich das Glas weggeext.
"Leg Dich bitte auf den Bauch. Von mir aus auch mit Handtuch, aber ohne ist natürlich schöner. Und jetzt die Beine leicht auseinander. Achtung, jetzt kommt das Öl." Sehr sehr viele Anweisungen. Hätte sie eine Domina gespielt, hätte ich mir das vielleicht noch gefallen lassen. So konzentrierte ich mich statt mich hinzugeben.
Dabei war das eigentlich genau meins. Sie übergoss erst meinen, dann ihren Körper mit Öl, legte sich auf mich, glitt über meinen Rücken, "massierte" mich mit der Härte ihrer trainierten Muskelstränge. Dabei mühte sie sich um Stimmungsaufbau, atmete betont tief und betont nah an meinem Ohr.
So weit, so bemüht. Aber ich bekam nicht aus dem Kopf, dass hier jemand Erregung spielt, weil sie bezahlt wird. Das ganze Spiel um die Erotik ist für mich geprägt von Eroberung meinerseits und dem Erobertwerden meiner Partnerin. Ich habe das an anderer Stelle mal breit aufgefächert. Hier jedenfalls musste ich nichts tun, Verona strengte sich dagegen an. Wir standen damit in keiner wechselseitigen Beziehung zueinander.
Ich mühte mich deshalb um Bindungsaufbau, griff ihre Hand, wann immer Verona sich neben meinem Kopf abstützte. Sie setzte ihr Programm fort. Und ich wusste innnerlich, dass erst Teil Zwei interessant werden würde: wenn ich mich auf den Rücken legen und ihr in die Augen schauen würde.
In der Zwischenzeit suchte ich nach so etwas wie Entspannung - nicht ganz so einfach, wenn sie sich um meine Erregung bemüht, bei flüchtigen Handbewegungen unter meinen Körper an meinen Schwanz aber feststellt, dass sie nicht erfolgreich ist. Bezahlt oder nicht: ich habe den Anspruch, immer fickbereit zu sein.
Die Wende auf den Rücken brachte schließlich die Erlösung. Denn: Mein Gott, in glänzendem Öl sah dieser Körper noch eine ganze Ecke besser aus! Und sie präsentierte ihn aus allen Richtungen: flach auf mir liegend, gestreckt auf mir sitzend, mit dem Kopf zwischen den Beinen (Oberschenkelinnenseiten anpustend), mitunter rittlinks über meinem Gesicht kniend. Sie deutete jede gängige Stellung an.
Mit diesem Kopfkino hatte sie mich gekriegt.
Aber auch mit den menschlichen Zügen, die ich durch ihren Anblick entdeckte. Etwa, als sie kurz zur Erholung von mir runterkrabbelte, nachdem sie ihr Becken wohl etwas zu lange an meinem Oberschenkel geschubbert hatte (ich hab den Muskel angespannt ;) ) und fast die Kontrolle über sich verlor. Oder als sie sich entschuldigte, weil sie ins Schwitzen kam und auf mich tropfte. Als ob schwitzende Frauen weniger attraktiv wären als schwitzende Männer.
In diesen Momenten wurde sie menschlich, war sie mir sympathisch. Das hatte es gebraucht, um mich bei ihr wohlzufühlen und letztlich zwischen ihren glitschigen Fingern zu kommen.
Die Rose war erblüht. Die Lebenslust trug mich durch den Tag und es verging fast eine Woche, bis die Beschwingtheit nachließ. Lust im Auftrag bleibt weiterhin unvollständig. Aber es ist nicht wirkungslos.
Freitag, 2. September 2016
Muskelspiel mit Buttplug
Es ist schon komisch: Während Körper ja sehr schön sein können, sind ergonomische Geräte, die sich also dem Körper anpassen, eher nicht so schön. Wenn es um Sextoys geht, steht die Optik dem Orgasmus im Weg - und umgekehrt.
Wieder ein Ausflug in fremde Gefilde. Ich hatte die Frau online kennengelernt, wir hatten und mehrmals unverbindlich getroffen, ein wirklich sympathischer Mensch. Definitiv mehr als ein bloßes Sexdate. Doch eigentlich wussten wir beide, worauf das hinausläuft.
Als ich im Flur dicht vor ihr stand, fiel mir auf, wie klein sie eigentlich ist. Ihr Haaransatz traf mein Kinn, bevor ich meinen Kopf senkte und sie ihren anhob. Die weiche Zunge kontrastierte wunderbar mit dem harten Piercing darauf. Ich packte die glatte Haut an ihrem Arsch, knetete ihn, fuhr dann wieder sachte mit den Fingerspitzen drüber, knetete ihn wieder, heftiger, gieriger, wurde überrascht. Diese Frau hatte einen Plug im Arsch stecken. Kopfkino! Ich drückte rhythmisch auf den Plug und ihre Küsse wurden immer unkonzentrierter.
Ich wollte das jetzt mal bewundern dürfen. Sie kniete sich, nur noch den Tanga an, vor mir aufs Bett. Ich versenkte mein Gesicht sofort in dem hellen Fleisch, inzwischen ebenso unkonzentriert. Ich schob das letzte Stückchen Stoff beiseite und mir funkelte ein rubinfarbener, geschliffener Stein entgegen. Der knipste wohl meine Spiegelneuronen an, meine Augen funkelten mit dem Stein um die Wette. Und mein Spieltrieb war geweckt. Während ich an ihrer Klit saugte, zog ich den Plug immer wieder zur Hälfte heraus, beobachtete ihre Muskelspannung, bei langsamen Bewegungen, bei schnellen Vibrationen. In mir brach der Enthusiasmus eines Forschers aus.
Gier machte sich breit. Sie wollte mehr, mehr, immer mehr. Und ich erst! Mit dem Rücken in ihren Kissen versunken lies ich sie machen und schaute zu, wie sie sich auf mich kniete. Der Plug in ihrem Arsch machte Sie zusätzlich eng. Und ihrem Gesichtsausdruck, den sich auflösenden Zügen, konnte ich entnehmen, dass das hier schon das Ende hätte sein können. Langsam, schön langsam, nur keine heftigen Bewegungen, tief atmen. Sie konnte ihren Höhepunkt gerade noch abwenden.
"Was guckst Du so?", fragte sie. Ich musste in mich reinhorchen um zu verstehen, was sie irritierte. Es war wohl mein grenzenloses Selbstbewusstsein. Ich legte das verschmitzte Lächeln der Überlegenheit auf, denn ich war hier Derjenige, der noch Kontrolle über die Situation hatte. Ihre Körpersprache hingegen oszillierte zwischen der totalen Hingabe und dem Ringen um die eigene Fassung. Ich schaute diesem Ringen interessiert zu, lockte ihre Lust durch gezieltes Knöpfe drücken: eine knetende Hand an ihren Brüsten, ein paar Fingernägel an ihren Seiten, eine Streicheleinheit auf ihren Oberschenkeln, immer neugierig auf ihre Reaktion.
Wir wandelten vom Bett zur Couch, auf den Tisch, vor den Spiegel. Sie war schon das ein oder andere Mal gekommen, als ich das Spiel aufgab. Ihre Beine hinter meinem Rücken verschränkt begrub ich sie unter mir. Meine Hände verhakten sich hinter ihrem Hals, so konnte ich unsere Körper noch fester aneinanderdrücken. Maximale Körperspannung, ein Grollen aus meiner Kehle, ein Schweißfilm zwischen unseren Körpern, Knistern im Kopf.
Ich sei so beherrscht gewesen, doch am Ende habe ich wie ein Werwolf ausgesehen. Jetzt war ich wieder anschmiegsam. Aus Spiel wurde Aggression wurde Harmonie.
Wieder ein Ausflug in fremde Gefilde. Ich hatte die Frau online kennengelernt, wir hatten und mehrmals unverbindlich getroffen, ein wirklich sympathischer Mensch. Definitiv mehr als ein bloßes Sexdate. Doch eigentlich wussten wir beide, worauf das hinausläuft.
Als ich im Flur dicht vor ihr stand, fiel mir auf, wie klein sie eigentlich ist. Ihr Haaransatz traf mein Kinn, bevor ich meinen Kopf senkte und sie ihren anhob. Die weiche Zunge kontrastierte wunderbar mit dem harten Piercing darauf. Ich packte die glatte Haut an ihrem Arsch, knetete ihn, fuhr dann wieder sachte mit den Fingerspitzen drüber, knetete ihn wieder, heftiger, gieriger, wurde überrascht. Diese Frau hatte einen Plug im Arsch stecken. Kopfkino! Ich drückte rhythmisch auf den Plug und ihre Küsse wurden immer unkonzentrierter.
Ich wollte das jetzt mal bewundern dürfen. Sie kniete sich, nur noch den Tanga an, vor mir aufs Bett. Ich versenkte mein Gesicht sofort in dem hellen Fleisch, inzwischen ebenso unkonzentriert. Ich schob das letzte Stückchen Stoff beiseite und mir funkelte ein rubinfarbener, geschliffener Stein entgegen. Der knipste wohl meine Spiegelneuronen an, meine Augen funkelten mit dem Stein um die Wette. Und mein Spieltrieb war geweckt. Während ich an ihrer Klit saugte, zog ich den Plug immer wieder zur Hälfte heraus, beobachtete ihre Muskelspannung, bei langsamen Bewegungen, bei schnellen Vibrationen. In mir brach der Enthusiasmus eines Forschers aus.
Gier machte sich breit. Sie wollte mehr, mehr, immer mehr. Und ich erst! Mit dem Rücken in ihren Kissen versunken lies ich sie machen und schaute zu, wie sie sich auf mich kniete. Der Plug in ihrem Arsch machte Sie zusätzlich eng. Und ihrem Gesichtsausdruck, den sich auflösenden Zügen, konnte ich entnehmen, dass das hier schon das Ende hätte sein können. Langsam, schön langsam, nur keine heftigen Bewegungen, tief atmen. Sie konnte ihren Höhepunkt gerade noch abwenden.
"Was guckst Du so?", fragte sie. Ich musste in mich reinhorchen um zu verstehen, was sie irritierte. Es war wohl mein grenzenloses Selbstbewusstsein. Ich legte das verschmitzte Lächeln der Überlegenheit auf, denn ich war hier Derjenige, der noch Kontrolle über die Situation hatte. Ihre Körpersprache hingegen oszillierte zwischen der totalen Hingabe und dem Ringen um die eigene Fassung. Ich schaute diesem Ringen interessiert zu, lockte ihre Lust durch gezieltes Knöpfe drücken: eine knetende Hand an ihren Brüsten, ein paar Fingernägel an ihren Seiten, eine Streicheleinheit auf ihren Oberschenkeln, immer neugierig auf ihre Reaktion.
Wir wandelten vom Bett zur Couch, auf den Tisch, vor den Spiegel. Sie war schon das ein oder andere Mal gekommen, als ich das Spiel aufgab. Ihre Beine hinter meinem Rücken verschränkt begrub ich sie unter mir. Meine Hände verhakten sich hinter ihrem Hals, so konnte ich unsere Körper noch fester aneinanderdrücken. Maximale Körperspannung, ein Grollen aus meiner Kehle, ein Schweißfilm zwischen unseren Körpern, Knistern im Kopf.
Ich sei so beherrscht gewesen, doch am Ende habe ich wie ein Werwolf ausgesehen. Jetzt war ich wieder anschmiegsam. Aus Spiel wurde Aggression wurde Harmonie.
Freitag, 13. Mai 2016
Zurück zum Tier in uns
Die Frage, ob der Mensch ein Wesen der Natur oder eines der Kultur ist, beschäftigt die Literatur schon seit ein paar hundert Jahren. Und zum philosophischen Charakter dieser Frage passt, dass sie wohl nie abschließend beantwortet werden kann. Im Film "Wild" stellt sich die Frage erneut, als Protagonistin Anja sich vom gesellschaftlichen Common Sense abwendet und durch die Zuneigung zu einem Wolf ihre innere Natur entdeckt.
Für Rezensionen zum Thema verweise ich lieber auf Spiegel Online oder die NZZ. Mir geht es um die Frage, ob es eine gute Idee ist, sein Sexualleben zu optimieren. Geneigte Leser, sicher werdet Ihr zustimmen, dass gesellschaftliche Normen überwunden und wir in unserer Sexualität viel offener sein sollten. Nur ist es so: sexuelle Offenheit ist von der Option zum Erzählmuster der Debatte geworden. Ich wittere - wie auch in anderen gesellschaftlichen Fragen - eine Norm zur Außergewöhnlichkeit als neue erstrebenswerte Norm der Sexualität.
Ich schließe mich da nicht aus. In meinem Blog geht es seit Jahren um die äußerliche Beschreibung von Sex. Ist auch schön greifbar und plakativ. Beim Sextalk mit Freunden steht das auch im Vordergrund, das innerliche Erleben, die gegenseitige Anziehungskraft, die differenzierte Beschreibung sinnlicher Erfahrung ist mir da zu selten präsent. Phrasen wie "Mit lief ein Schauer über den Rücken" oder Ich habe seinen Geruch genossen" oder "zwischen unseren Blicken blitzte es" habe ich schon länger nicht mehr gehört oder gelesen.
Ich glaube, ohne Magic Wand, ohne Swingen, ohne Gynstuhl würden wir Sex viel stärker sinnlich erleben. Ein animalisher, weniger technischer Sex, Lust ohne Leistungsdruck, sondern als Ausdruck der Empfindung, das ist ein althergebrachter Narrativ, den man wieder mal fördern könnte.
Ich werde versuchen, daran mitzuwirken.
Für Rezensionen zum Thema verweise ich lieber auf Spiegel Online oder die NZZ. Mir geht es um die Frage, ob es eine gute Idee ist, sein Sexualleben zu optimieren. Geneigte Leser, sicher werdet Ihr zustimmen, dass gesellschaftliche Normen überwunden und wir in unserer Sexualität viel offener sein sollten. Nur ist es so: sexuelle Offenheit ist von der Option zum Erzählmuster der Debatte geworden. Ich wittere - wie auch in anderen gesellschaftlichen Fragen - eine Norm zur Außergewöhnlichkeit als neue erstrebenswerte Norm der Sexualität.
Ich schließe mich da nicht aus. In meinem Blog geht es seit Jahren um die äußerliche Beschreibung von Sex. Ist auch schön greifbar und plakativ. Beim Sextalk mit Freunden steht das auch im Vordergrund, das innerliche Erleben, die gegenseitige Anziehungskraft, die differenzierte Beschreibung sinnlicher Erfahrung ist mir da zu selten präsent. Phrasen wie "Mit lief ein Schauer über den Rücken" oder Ich habe seinen Geruch genossen" oder "zwischen unseren Blicken blitzte es" habe ich schon länger nicht mehr gehört oder gelesen.
Ich glaube, ohne Magic Wand, ohne Swingen, ohne Gynstuhl würden wir Sex viel stärker sinnlich erleben. Ein animalisher, weniger technischer Sex, Lust ohne Leistungsdruck, sondern als Ausdruck der Empfindung, das ist ein althergebrachter Narrativ, den man wieder mal fördern könnte.
Ich werde versuchen, daran mitzuwirken.
Donnerstag, 12. Mai 2016
Ungleichgewicht
Hast Du Deinen Spaß genossen?
Ich glaube, Ja, denn es flossen
Bäche über Deine Schenkel
Das Bettlaken voller Sprenkel
Job done, sagt mein inneres Ich
So frag ich und bedränge Dich
Dass wir nun spielen nach meinen Regeln
Orgasmuszahlen sich einpegeln
Du seist jetzt wund, es sei nicht so leicht
Du seist jetzt müde, später vielleicht
Kein Problem, sag ich ganz leicht
Und denke mir: Fuck you!
Ich glaube, Ja, denn es flossen
Bäche über Deine Schenkel
Das Bettlaken voller Sprenkel
Job done, sagt mein inneres Ich
So frag ich und bedränge Dich
Dass wir nun spielen nach meinen Regeln
Orgasmuszahlen sich einpegeln
Du seist jetzt wund, es sei nicht so leicht
Du seist jetzt müde, später vielleicht
Kein Problem, sag ich ganz leicht
Und denke mir: Fuck you!
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